Last Updated on 27. Februar 2026 by Yvonne Usko
Blutspenden in Herten findet überwiegend als mobile Aktion statt – in Kliniken und Gemeinderäumen, nicht in einem dauerhaft geöffneten Spendezentrum. Wer helfen will, braucht vor allem den richtigen Termin und Klarheit über die Voraussetzungen. Blut ist nicht künstlich herstellbar, viele Blutprodukte sind nur begrenzt haltbar. Deshalb ist die Versorgung auf regelmäßige Spenden angewiesen – auch im Kreis Recklinghausen. Dieser Artikel zeigt, wo und wann man in Herten spenden kann, wer spenden darf, wie der Ablauf ist und räumt verbreitete Irrtümer auf. ℹ️
Infobox
- In Herten gibt es Blutspenden als mobile Termine (kein dauerhaftes Spendezentrum).
- Aktuelle Termine veröffentlicht der DRK-Blutspendedienst West (Reservierung empfohlen).
- Grundvoraussetzungen: ab 18 Jahren, mind. 50 kg; ärztlicher Kurzcheck vor Ort.
- Abstand Vollblutspende: mind. 56 Tage; pro Jahr i. d. R. Frauen 4×, Männer 6×.
- Beim DRK gibt es keine finanzielle Vergütung (kleine Anerkennungen/Imbiss üblich).
Artikelübersicht
- Warum Blutspenden nicht „auf Vorrat“ funktionieren
- Blutspenden in Herten: Anlaufstellen und Termine
- Wer darf spenden – und wer (vorübergehend) nicht?
- Der Ablauf einer Blutspende
- Geld für Blut? – Einordnung der Vergütung
- Häufige Irrtümer und Wissenslücken
- Fazit
Warum Blutspenden nicht „auf Vorrat“ funktionieren
Blutprodukte haben eine begrenzte Haltbarkeit. Das Versorgungssystem ist daher auf einen kontinuierlichen Zufluss angewiesen. Saisonale Effekte – Ferienzeiten, Infektwellen – senken die Spendenbereitschaft regelmäßig. Für die Region heißt das: Spenden aus Herten fließen in ein regionales Versorgungsnetz. Was hier fehlt, muss anderswo kompensiert werden. Die Wirkung der einzelnen Spende ist real, aber sie entfaltet sich nur, wenn viele regelmäßig beitragen.
Blutspenden in Herten: Anlaufstellen und Termine
In Herten organisiert der DRK-Blutspendedienst West mobile Blutspendetermine an wechselnden Orten, etwa in Kliniken oder Gemeindehäusern. Eine Terminreservierung wird häufig empfohlen, um Wartezeiten zu reduzieren und den Ablauf planbar zu halten.
So finden Sie verlässlich Termine:
Die offizielle Terminsuche des DRK-Blutspendedienstes West listet Ort, Uhrzeit und Reservierungsmöglichkeiten. Da Terminpläne aktualisiert werden, sollten Details kurz vor dem Besuch nochmals geprüft werden.
Wer darf spenden – und wer (vorübergehend) nicht?
Die häufigste Unsicherheit lautet: „Darf ich überhaupt spenden?“
Grundsätzlich kommen gesunde Erwachsene ab 18 Jahren und mindestens 50 kg in Frage. Vor jeder Spende gibt es einen medizinischen Kurzcheck und ein ärztliches Gespräch. Für Vollblut gelten Mindestabstände von 56 Tagen; innerhalb von 12 Monaten sind üblicherweise vier Spenden für Frauen und sechs für Männer vorgesehen.
Vorübergehende Rückstellungen sind kein „Rauswurf“, sondern Schutz: Akute Infekte, bestimmte Medikamente, kürzliche Eingriffe oder relevante Reisen können zeitweise gegen eine Spende sprechen. Die Entscheidung wird individuell vor Ort getroffen. Pauschale Selbstdiagnosen führen oft zu unnötiger Zurückhaltung – sinnvoller ist der offizielle Spende-Check des DRK-Blutspendedienstes West.
Der Ablauf einer Blutspende
Der Prozess ist strukturiert und medizinisch begleitet: Anmeldung, Fragebogen, kurze Untersuchung (z. B. Blutdruck, Hämoglobin), dann die Entnahme. Anschließend folgt eine Erholungsphase mit Getränk/kleinem Imbiss.
Ein alltagsnahes Beispiel: Wer nach der Arbeit zu einem Termin kommt, trinkt vorher ausreichend, isst normal und plant den Abend ruhig. Die Spende selbst dauert nur wenige Minuten; der gesamte Termin lässt sich meist gut in unter einer Stunde einplanen. Diese Planbarkeit senkt Hemmschwellen – gerade für Erstspender.
Geld für Blut? – Einordnung der Vergütung
Bei den DRK-Blutspendeterminen in Herten gilt das Prinzip der unentgeltlichen Blutspende. Es gibt keine finanzielle Auszahlung; kleine Anerkennungen (z. B. Imbiss) sind üblich und rechtlich zulässig.
Wichtig zur Abgrenzung: In Deutschland existieren auch Spendeangebote (z. B. Plasmaspenden in spezialisierten Zentren), bei denen eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird. Diese Angebote sind organisatorisch getrennt von den DRK-Terminen in Herten und folgen eigenen Bedingungen. Die saubere Trennung ist entscheidend, um keine falschen Erwartungen an lokale Blutspendetermine zu knüpfen.
Häufige Irrtümer und Wissenslücken
„Ich war erkältet – dann darf ich nie spenden.“
Falsch. Viele Ausschlüsse sind zeitlich begrenzt. Nach Abklingen der Symptome und ärztlicher Freigabe ist Spenden oft wieder möglich.
„Einmal spenden reicht doch.“
Die Versorgung braucht Regelmäßigkeit, weil Blutprodukte nicht unbegrenzt haltbar sind. Wer in größeren Abständen spendet, stabilisiert das System nachhaltig.
Fazit
Blutspenden in Herten ist vor allem eine Frage des Timings. Der praktikable Weg: Termin über die offizielle DRK-Terminsuche finden, kurz reservieren, hingehen. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann mit überschaubarem Zeitaufwand einen realen Beitrag zur regionalen Versorgung leisten.
Los gehts:
